EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Aßmannshausen von der Straßenseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2021 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten Bahnstation Aßmannshausen Bahnstation Aßmannshausen

Bau und Streckeneröffnung

Am 22. Februar 1862 baute die Wiesbadener Eisenbahn- Gesellschaft die rechte Rheinstrecke bis nach Oberlahnstein weiter aus. Die Gesamtstrecke von Wiesbaden nach Niederlahnstein wurde am 3. Juni 1864 in Betrieb genommen. Die Strecke war zunächst nur eingleisig ausgebaut.

Das Empfangsgebäude Aßmannshausen

Das erste Empfangsgebäude war ein kleines, auf 15 x 8 Meter Grundriss errichtetes Gebäude. Es besaß zwei Stockwerke. Eine kleine Treppe führte in das Vestibül (Schalterhalle). Von hier aus erreichen die Reisenden den kombinierten Fahrkarten- und Gepäckschalter, hinter dem sich ein Dienstraum befand. Links daneben war der Warteraum der I. und II. Klasse. Ein weiterer Warteraum für die Reisenden der III. und IV. Klasse befand sich im linken Gebäudeteil. Über die Warteräume konnte man unmittelbar auf den Hausbahnsteig gelangen. Ein Treppenaufgang im rechten Teil des Stationsgebäudes führte zu der Wohnung des Bahnhofsvorstehers. Der Bahnhof verfügte über ein Streckengleis sowie über einen Schienenanschluss zum frei stehenden Güterschuppen. Der Bahnhof gehörte 1938 zur Rangklasse II. Das zweite Empfangsgebäude Zwischen 1892 und 1893 entstand nach Entwurf des Bahnarchitekten Faust ein neues Stationsgebäude, auf T-förmigen Grundriss. Es bestand aus Giebel- und Walmtrakt, die im neoromanischen Formen errichtet wurden. Südwestlich führte ein markanter, quadratischer Treppenturm zu den Dienstwohnungen im Obergeschoss. Ein separater Güterschuppen entstand ebenfalls 1893.

Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen

Die Gleisanlagen wurden durch die Verlegung eines zweiten Durchgangsgleises zwischen 1910/1920 erweitert. Dabei entstand der Außenbahnsteig, zu dem ein Personentunnel führte. Das Empfangsgebäude erhielt einen runden, turmartigen Anbau und einen einstöckigen Vorbau mit Balkon aus Bruchsteinen.

Was hat sich verändert, was ist geblieben

Das Stationsgebäude wurde mehrfach verändert, insbesondere durch die Anbauten zwischen 1910 und 1920. Deswegen ist das Gebäude nicht unter Denkmalschutz gestellt worden. Später kamen weitere moderne Anbauten auf beiden Gebäudeseiten hinzu. Das Gebäude wurde an das Weingut Altenkirch verkauft, die es als Pension Weinbau nutzt.
Bahnhof um 1920
Luftaufnahme
Bilder Aßmannshausen
Bahnhof um 1920 Rechte Rheinstrecke Wiesbaden Hbf Niederlahnstein Planung und Konzession PANORAMA