EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Rotenburg an der Fulda von der Straßenseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2022 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten

Bahnstation Rotenburg a. d. Fulda

Bau und Streckeneröffnung Am 1. Juli 1845 begannen die Streckenarbeiten an der „Friedrich-Wilhelms-Nordbahn“.  Die 39,36 Kilometer lange Teilstrecke der „Friedrich-Wilhelms-Nordbahn“ zwischen Guxhagen und Bebra wurde am 29. August 1848 von der Friedrich-Wilhelms-Nordbahn-Gesellschaft (FWNB) in Betrieb genommen.  Das Empfangsgebäude Rotenburg a. d. Fulda Das Stationsgebäude von 1848 war ein siebengliedriger Putzbau mit Walmdächern in Seitenlage mit unterschiedlichen Geschosshöhen und klassischen Formen nach einem Entwurf des Kasseler Baumeister Julius Eugen Ruhl. Der charakteristische Treppenturm, der auch als Aufgang zum Obergeschoss diente und die anderen Gebäudeteile überragte, gab es auch in den Bahnhöfen von Altmorschen und Melsungen. Der zentrale Hauptbau bestand aus 2 : 6 : 2 Achsen. Es wurden unterschiedliche, zum Teil gereihte (mit einem Rahmen zusammengefasst), Rundbogenfenster verbaut. Jedes Stockwerk besaß ein Gurtgesims (an Fassaden, das zwischen den Geschossen liegt). Im Hauptbau gab es Fahrkarten- und Gepäckschalter sowie weitere Diensträume. In den Seitenflügeln waren die Wartesäle mit Buffet und Bahnhofsrestaurant untergebracht.  Nordwestlich neben dem Stationsgebäude war ein einstöckiger Quaderbau aus Sandstein mit gekoppelten Bogenfenstern und Walmdach errichtet worden. Ein verputzter Güterschuppen im Rundbogenstil mit Seiten- und Kopframpe stand gegenüber dem Stationsgebäude mit großem Lagertor sowie auskragendem Satteldach.  Das Stationsgebäude wurde bis 1936 mehrfach erweitert und verändert.  Das heutige Stationsgebäude besteht im Kern aus dem alten Hauptbau, mit Seitenanbauten, die auf ein bzw. auf zwei Geschosse reduziert wurden.  Der Bahnhof gehörte 1938 zur Rangklasse II.  Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen •	1850 entstand ein zweistöckiges Wohnhaus für die Bahnbeamten aus Backstein in Traufenlage mit Bogenfenstern und Stufenfries sowie Satteldach. •	nach 1990 wurde das Drucktastenstellwerk aus dem Betrieb genommen. •	Am 26. September 1992 wurde der zweigleisige Streckenabschnitt zwischen Eisenach und Gerstungen wieder eröffnet. •	1993 begann die Installation der Oberleitung, die im Mai 1995 abgeschlossen wurde.  Was hat sich verändert, was ist geblieben Das Empfangsgebäude, das Nebengebäude und der überdachte Inselbahnsteig wurden saniert. Der ursprüngliche Güterschuppen existiert nicht mehr. Das Stationsgebäude samt Nebengebäude wurden unter hessischen Denkmalschutz gestellt. Bahnhof Rotenburg an der Fulda
Die Eisenbahn “kam” am 29. August 1848 nach Rotenburg a. d. Fulda. Also 36 Jahre nach der Eröffnung der ersten Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth 1835. Rotenburg a. d. Fulda hatte zu diesem Zeitpunkt 3.730 Einwohner (Ende 2020 waren es 13.959 Einwohner).
Planung und Konzession Halle (Saale) - Baunatal Halle (Saale) Hbf Baunatal-Guntershausen PANORAMA
Bilder Rotenburg (Fulda)
Bahnhof um 1850
Luftaufnahme
Bahnhof um 1900
Bahnhof um 1850 Bahnhof um 1900 184,0 Nebengebäude